Eigenkapital schlägt Kreditverpflichtungen. So finanzieren Sie richtig.

Autor: Toni Baier

Viele unserer Kunden haben sowohl Eigenkapital als auch Kreditverpflichten, wenn Sie eine Baufinanzierung, Immobilienfinanzierung oder Anschlussfinanzierung anfragen. Oft kommt dann die Frage, ob es nicht besser wäre das Kapital zu Ablöse der Verpflichtungen zu nutzen. Dieser Artikel soll Ihnen eine Übersicht über die Möglichkeiten geben.

Die Bankensicht

Die Bau- oder Immobilienfinanzierung mit Eigenkapital ist der beste Weg.

In den meisten Einkommensverhältnissen sind Kreditverpflichtungen aus Sicht der Bank normal. Irgendwie muss ja schließlich ein PKW oder eine andere größere Anschaffung finanziert werden. Daher werden grundsätzlich Kredite nicht als negativ betrachtet. Eine Bank prüft allerdings gerade bei den langfristigen Darlehensverpflichtungen die allgemeine Vermögenssituation genauer.

Das bedeutet, wenn eine Familie mehrere Kredite hat und kein Eigenkapital vorweisen kann, schnell der Eindruck von einem Leben auf Pump entsteht. Dieses führt dann auch zu einer negativen Darlehensentscheidung.

Auch ohne Kredite

Eine negative Darlehensentscheidung folgt auch bei hohen Einkommen ohne nachweisbares Eigenkapital. Die Bank muss in der Kreditwürdigkeitsprüfung dann davon ausgehen, dass die Interessenten nicht in der Lage sind mit Geld umzugehen und stuft das Risiko des Ausfalls höher, da der Konsum im Vordergrund zu stehen scheint. Das ist nur lösbar, indem man zumindest Vermögen nachweisen kann, auch wenn man es nicht in die Finanzierung mit eingebracht werden soll. Hierbei handelt es sich um eine bewusste Entscheidung des Darlehensnehmers.

Die Kundensicht

Aus Kundensicht scheint es natürlich besser den Kredit abzulösen. Die Zinsen sind dort auch höher und die freie Rate könnte auch für das Darlehen verwendet werden um dies schneller zu tilgen. Dies sieht dementsprechend auch besser in der Bonitätsprüfung der Bank und in der SCHUFA Auskunft aus.

Die kaufmännische Betrachtung

Da Geld bekanntlich nicht auf Bäumen wächst, sollte geschaut werden, ob es einen Mittelweg gibt. Zu empfehlen ist aber dennoch das Eigenkapital möglichst in die Immobilienfinanzierung einzubringen um die positive Kreditentscheidung zu sichern und langfristig die Zinsen zu senken, da die Finanzierung meistens eine Zinsbindung ab 10 Jahren besitzt. Eine Option wäre es dann nach der Bankenzusage den kleineren Kredit günstiger umzuschulden, sofern das möglich ist. Diese Herangehensweise sichert Ihnen günstige Bauzinsen, die Zusage für die Baufinanzierung und dennoch die Option den Kredit günstiger abzuzahlen. Beachten Sie aber bitte den Kredit bei der Umschuldung nicht aufzustocken, da dies negativ auf Ihre weitere Bonität wirken kann.

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