Privatdarlehen als Eigenkapitalersatz in der Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung

Privatdarlehen als Eigenkapitalersatz

Was ist ein Privatdarlehen?

Privatdarlehen können grundsätzlich als Mischung aus Ratenkredit und Immobiliendarlehen gesehen werden, da es Merkmale aus beiden Produkten vereint.

Die Laufzeit kann dabei bis zu 20 Jahre betragen und die Zinsbindung wird abweichend vereinbart. Für eine längere Kreditlaufzeit zahlt man einen höheren Zins, allerdings auch eine geringere Rate. Im Gegensatz zum Privatdarlehen haben die meisten privaten Ratenkredite nur eine maximale Laufzeit von 8 – 10 Jahren.

Privatdarlehen und Grundschuld

Die Grundschuldbesicherung ist dabei optional möglich und kann helfen die Zinsen zu senken. Die normale Besicherung erfolgt nur über das Einkommen, wie bei einem Ratenkredit. Dementsprechend stehen die Konditionen auch von Anfang an fest. Es gibt mehrere unterschiedliche Anbieter von Privatdarlehen, wobei die meisten Banken auch die Immobilienfinanzierung übernehmen möchten, wenn sie ein Privatdarlehen vergeben.

Warum wird ein Privatdarlehen in der Bau-, oder Immobilienfinanzierung als Eigenkapitalersatz gewertet

Das Eigenkapital soll bei der Finanzierung mindestens die Nebenkosten tragen. Diese bestehen aus den Notar- und Gerichtskosten, der Grunderwerbssteuer und einer eventuellen Maklercourtage.

Banken übernehmen mit dem Immobiliendarlehen in der Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung keine Nebenkosten. Selbst wenn Sie die Erwerbsnebenkosten mitfinanzieren würden, so würde die erste Auszahlung aus dem Darlehen frühestens nach Eintragung der Grundschuld – also der Sicherheit für die Bank erfolgen. Die Eintragung der Grundschuld dauert je nach Gemeinde zwischen 4-12 Wochen.

Ein Teil der Notarkosten und die Maklercourtage sind jedoch meistens sofort nach Kaufvertragsunterschrift fällig. Hier würden Sie automatisch in Zahlungsverzug geraten.

Bei einem Privatdarlehen erfolgt die Auszahlung nach der Genehmigung direkt auf das Kundenkonto, wie bei einem Ratenkredit. Dadurch lassen sich fristgerecht die Notar- und Gerichtskosten zahlen. Somit wirkt das Privatdarlehen als Eigenkapitalersatz, kostet Ihnen allerdings monatlich Liquidität.

Ein weiterer Vorteil bei einem Privatdarlehen ist es, anders als wie bei der Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung sind Sie nicht an lange Zinsbindungszeiten oder begrenzte Sondertilgungen gebunden.

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