Wie viel Eigenkapital wird aktuell für die Baufinanzierung benötigt?

Das notwendige Eigenkapital in einer Baufinanzierung ist bei jedem Kunden eine kritische Frage im Beratungsprozess. Einige Kreditinstitute verlangten mindestens 10 – 20 % der Kosten an Eigenkapital und andere Banken sahen wenig Probleme in der Finanzierung der Immobilie und der Nebenkosten – doch auch diese Punkte in der Baufinanzierung wurden durch Corona geändert.

Was hat sich in der Baufinanzierung geändert?

Baufinanzierung und Zinsen 2020

Baufinanzierung und Zinsen 2020

Durch die Prognosen der wirtschaftlichen Folgen durch die Pandemie sind Banken grundsätzlich sicherheitsorientierter auch im Bereich der Baufinanzierung geworden. Viele haben die Mindesthöhen des Eigenkapitals erhöht und auch die Laufzeiten stark begrenzt. So ziehen sich einige Banken bei der Finanzierung der Nebenkosten vollständig zurück. Aktuell betrifft das Kapitalanleger noch stärker als zukünftige Eigenheimbesitzer, aber die Tendenz in der Baufinanzierung ist grundsätzlich gleich: Es wird mehr Eigenkapital benötigt und die meisten Veränderungen gingen in Richtung eines Einsatzes von mindestens 20 % des Objektwertes.

Wann muss das Eigenkapital eingesetzt werden?

Der zeitliche Einsatz des Eigenkapitals hat sich vorerst nicht geändert, denn die meisten Banken verlangen schon seit Ewigkeiten den vorrangigen Einsatz der Kundengelder, bevor sie überhaupt auszahlen. Gerade beim Kauf oder einer Umschuldung der Immobilie ist es auch nicht anders zu lösen.

Beim Bauen dagegen gibt es in der Auszahlung der Baufinanzierung und dem Einsatz des Eigenkapitals immer noch die normalen Spielräume. Denn hier kann man auch mit den Banken vereinbaren, dass ein Teil des Eigenkapitals bis zu den letzten Zügen der Fertigstellung der Immobilie für eventuelle Teuerungen aufgespart werden kann.

Gibt es noch Alternativen?

Es gibt noch Banken, welche die Finanzierung von Kosten übernehmen, die eigentlich durch Eigenkapital beglichen werden sollten. Nur werden diese Immobilienfinanzierungen aktuell auch noch intensiver geprüft und argwöhnischer betrachtet. Hier gibt es immer noch die Alternativen das Geld aus dem Verwandtenkreis heraus zu leihen und dort eigenständig zurückzuzahlen oder Zusatzsicherheiten in der Baufinanzierung zu hinterlegen. Als Zusatzsicherheiten gelten beispielsweise andere Immobilien oder Lebensversicherungen, welche einen entsprechenden Rückkaufswert haben.

Weiterhin gibt es auch sehr viele Kreditinstitute und Förderbanken, welche in der Baufinanzierung in den zweiten Rang gehen und somit die Bank im ersten Rang dieses Darlehen als fiktives Eigenkapital anrechnet. Gerade beim Neubau oder bei Modernisierung einer Bestandsimmobilie entsteht häufig diese Option.

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