BAFA-Förderung für Sanierung, Zuschüsse ohne Rückzahlung

Dämmung, Fenster und Türen mit bis zu 20 Prozent Zuschuss

Das BAFA zahlt direkte Zuschüsse für Einzelmaßnahmen an Ihrem Haus. Kein Kredit, keine Rückzahlung, das Geld kommt aufs Konto. Die meisten Eigentümer verschenken diese Förderung, weil sie den Antrag zu spät oder gar nicht stellen. Hier steht, was 2026 gilt und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.

Was das BAFA an Ihrem Haus bezuschusst

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt. Der Zuschuss fließt direkt, ohne Kredit.

Gefördert wird die Gebäudehülle, also Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke, neue Fenster und Außentüren sowie sommerlicher Wärmeschutz. Dazu kommen Anlagentechnik wie Lüftungsanlagen und die Optimierung bestehender Heizungen. Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben, mit individuellem Sanierungsfahrplan werden daraus 20 Prozent.

Die BAFA-Eckwerte für Wohngebäude

Grundfördersatz15 Prozent
Mit Sanierungsfahrplan (iSFP)20 Prozent
Förderfähige Ausgaben je Wohneinheit und Jahr30.000 €, mit iSFP 60.000 €
Höchstzuschuss Einfamilienhaus pro Jahrbis 12.000 €
PflichtEnergieeffizienz-Experte, Antrag vor Auftrag

Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Kosten neue Fenster und Dachdämmung zusammen 48.000 Euro, zahlt das BAFA mit Sanierungsfahrplan 9.600 Euro dazu. Geld, das nie zurückgezahlt wird und das in keiner Bankberatung auftaucht, weil das BAFA dort schlicht kein Thema ist.

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Direkte Zuschüsse statt Kredit. Das BAFA fördert die Maßnahmen, die Ihr Haus dauerhaft günstiger im Unterhalt machen.

Der Sanierungsfahrplan verdoppelt Ihre Spielräume

Ein individueller Sanierungsfahrplan kostet einmalig Beratungshonorar und hebt danach jede einzelne Maßnahme auf die höhere Förderstufe.

Der iSFP ist ein geförderter Beratungsbericht eines Energieeffizienz-Experten, der Ihr Haus einmal komplett durchleuchtet und die sinnvolle Sanierungsreihenfolge festlegt. Sein Wert liegt in zwei Effekten. Der Fördersatz jeder Hüllenmaßnahme steigt von 15 auf 20 Prozent und die förderfähigen Ausgaben verdoppeln sich auf 60.000 Euro je Wohneinheit und Jahr.

Das bedeutet für Sie, bei einer größeren Sanierung bringt der Fahrplan schnell mehrere tausend Euro Zusatzförderung. Wer über Jahre in Etappen saniert, profitiert doppelt, denn die Jahresgrenze gilt je Kalenderjahr und der Fahrplan strukturiert die Etappen gleich mit.

BAFA oder KfW, wer ist wofür zuständig?

Die Aufgabenteilung ist seit 2024 klar geregelt und trotzdem die häufigste Verwechslung in unseren Erstgesprächen.

Merken lässt es sich so. Einzelmaßnahmen an der Hülle wie Dämmung, Fenster und Türen laufen als Zuschuss über das BAFA. Der Heizungstausch läuft als Zuschuss über die KfW-Heizungsförderung 458 mit bis zu 80 Prozent Förderquote. Die Komplettsanierung zum Effizienzhaus läuft als Kredit mit Tilgungszuschuss über das KfW-Programm 261. Alle Details zu den KfW-Schienen stehen auf unserer Seite zur KfW-Förderung.

Die Wege lassen sich kombinieren, etwa Fenster über das BAFA und die Wärmepumpe über die KfW. Nicht kombinierbar sind zwei Förderungen für dieselbe Maßnahme. Wer die Zuordnung sauber plant, holt aus demselben Projekt spürbar mehr heraus, deshalb gehört die Förderplanung vor den ersten Handwerkerauftrag.

Die Reihenfolge entscheidet über Ihr Geld

Der häufigste und teuerste Fehler ist der zu frühe Auftrag. Wer erst bestellt und dann beantragt, geht leer aus.

Die sichere Reihenfolge hat vier Schritte. Zuerst holt der Energieeffizienz-Experte die Bestandsaufnahme und erstellt bei Bedarf den Sanierungsfahrplan. Dann stellen Sie den Zuschussantrag beim BAFA. Erst nach dem Antrag beauftragen Sie die Handwerker. Nach Abschluss reichen Sie die Nachweise ein und der Zuschuss wird ausgezahlt.

In die Finanzierung gehört die Sanierung trotzdem von Anfang an, denn der Zuschuss fließt erst nach der Maßnahme, die Handwerker wollen aber vorher bezahlt werden. Diese Lücke schließen wir je nach Summe über einen Kredit ohne Grundbucheintrag oder den Sanierungsbaustein der Hauptfinanzierung. So bleibt die Liquidität stabil, bis das BAFA überweist.

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Häufige Fragen zur BAFA-Förderung

Wie hoch ist der BAFA-Zuschuss für neue Fenster?

15 Prozent der förderfähigen Ausgaben, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent. Die Fenster müssen die technischen Mindestanforderungen der Bundesförderung einhalten, ein Energieeffizienz-Experte muss die Maßnahme begleiten und der Antrag muss vor dem Auftrag gestellt sein.

Fördert das BAFA auch die Dachsanierung?

Ja, die Dämmung des Dachs gehört zu den geförderten Maßnahmen an der Gebäudehülle, ebenso Fassade und Kellerdecke. Bezuschusst werden 15 bis 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben bis 30.000 Euro je Wohneinheit und Jahr, mit Sanierungsfahrplan bis 60.000 Euro. Reine Neueindeckung ohne Dämmung ist nicht förderfähig.

Läuft die Wärmepumpe über das BAFA?

Nein, nicht mehr. Der Heizungstausch inklusive Wärmepumpe läuft seit 2024 über die KfW-Heizungsförderung 458 mit 30 Prozent Grundförderung und Boni bis zu 80 Prozent Förderquote. Beim BAFA bleiben die Maßnahmen an der Gebäudehülle, die Anlagentechnik und die Heizungsoptimierung.

Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan?

Ein geförderter Beratungsbericht eines Energieeffizienz-Experten, der Ihr Haus komplett bewertet und die sinnvolle Reihenfolge der Sanierung festlegt. Er lohnt sich doppelt, denn er hebt den Fördersatz der Hüllenmaßnahmen von 15 auf 20 Prozent und verdoppelt die förderfähigen Ausgaben auf 60.000 Euro je Wohneinheit und Jahr.

Kann ich den BAFA-Zuschuss nach dem Auftrag noch beantragen?

Nein. Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt sein, also bevor Sie Handwerker beauftragen. Ein bereits unterschriebener Auftrag macht die Maßnahme unwiderruflich unförderbar. Planungsleistungen des Energieeffizienz-Experten vor dem Antrag sind dagegen erlaubt und sogar nötig.

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