Anschlussfinanzierung, alle Fragen ehrlich beantwortet
Wenn Ihre Zinsbindung ausläuft, entscheidet sich hier, ob Sie über die Restlaufzeit mehrere tausend Euro sparen oder verschenken. Hier stehen die Fragen, die dazu wirklich gesucht werden, mit Zahlen beantwortet. Es geht um den richtigen Zeitpunkt, um die tatsächlichen Kosten eines Bankwechsels und darum, was Sie tun, wenn die eigene Bank ablehnt. Wir vergleichen über 550 Banken, kostenlos.
Das Wichtigste in vier Sätzen
- Kümmern Sie sich zwölf bis 36 Monate vor Ablauf der Zinsbindung, nicht erst wenn das Angebot kommt.
- Ein Bankwechsel kostet meist nur die Grundschuldabtretung von rund 0,2 bis 0,3 Prozent der Summe.
- Nach zehn Jahren ab Vollauszahlung dürfen Sie jederzeit mit sechs Monaten Frist kündigen.
- Das Verlängerungsangebot der eigenen Bank ist bequem, aber selten das günstigste.
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Tragen Sie Ihre Eckdaten ein und Sie sehen in wenigen Minuten, was möglich ist. Wir vergleichen dabei über 550 Banken und prüfen jede Förderung, die zu Ihrem Vorhaben passt, von KfW und BAFA bis zur Förderbank Ihres Bundeslandes. Das erspart Ihnen den Weg von Bank zu Bank und Wochen an Wartezeit. Vor allem verschenken Sie keine Zinsen an ein einzelnes Institut, das Ihnen nur seine eigenen Konditionen zeigt. Der Wechsel zu einer anderen Bank kostet meist nur die Grundschuldabtretung und bringt oft mehrere tausend Euro. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.
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Zeitpunkt und Grundlagen
Was ist eine Anschlussfinanzierung?
Ein neues Darlehen für die Restschuld, die nach Ablauf Ihrer Zinsbindung übrig bleibt. Bleiben Sie bei Ihrer Bank, heißt das Prolongation, wechseln Sie zu einer anderen, heißt es Umschuldung. Beides ist wirtschaftlich dasselbe Ziel, nur der Aufwand und der Zins unterscheiden sich. Wer nichts tut, landet automatisch im variablen Zins seiner Bank, und der ist regelmäßig der teuerste Weg.
Wie lange vorher sollte ich mich kümmern?
Zwölf bis 36 Monate vor Ablauf der Zinsbindung. Bis zu fünf Jahre im Voraus können Sie sich den Zins mit einem Forward-Darlehen sichern. Die eigene Bank meldet sich meist erst drei bis sechs Monate vorher, und dann fehlt die Zeit für einen sauberen Vergleich. Genau damit rechnet sie. Wer früh vergleicht, verhandelt aus einer besseren Position, weil er das Angebot der Konkurrenz auf dem Tisch hat.
Wann kann ich frühestens wechseln?
Zum Ende der Zinsbindung immer, und unabhängig davon zehn Jahre nach Vollauszahlung mit sechs Monaten Frist. Dieses Sonderkündigungsrecht nach Paragraf 489 BGB ist gesetzlich und kostet keine Vorfälligkeitsentschädigung. Wer also 2011 mit 20 Jahren Bindung abgeschlossen hat, kommt seit 2021 jederzeit heraus. Viele wissen das nicht und zahlen jahrelang zu viel.
Was passiert, wenn ich nichts unternehme?
Ihre Bank verlängert stillschweigend zu ihren Konditionen oder stellt auf einen variablen Zins um. Beides ist selten günstig, denn Bestandskunden bekommen erfahrungsgemäß nicht die besten Sätze. Ein Vergleich kostet Sie nichts und dauert einen Tag. Allein die Differenz von 0,5 Prozentpunkten macht bei 200.000 Euro Restschuld 1.000 Euro im Jahr aus.
Kosten eines Wechsels
Was kostet der Wechsel zu einer anderen Bank?
Deutlich weniger als die meisten denken. Anfallen für die Grundschuldabtretung meist rund 0,2 bis 0,3 Prozent der Grundschuldsumme, bei 200.000 Euro also etwa 400 bis 600 Euro für Notar und Grundbuch. Eine neue Grundschuld ist in der Regel nicht nötig, die bestehende wird abgetreten. Diese Kosten haben Sie bei einem halben Prozentpunkt Zinsvorteil in wenigen Monaten wieder drin.
Brauche ich einen neuen Grundbucheintrag?
Meist nicht. Üblich ist die Abtretung der bestehenden Grundschuld an die neue Bank, was günstiger ist als eine Löschung mit Neueintragung. Der Notar setzt die Abtretung auf, das Grundbuchamt trägt sie ein. Ein vollständig neuer Eintrag lohnt nur, wenn die alte Grundschuld deutlich niedriger ist als die neue Finanzierung. Wir prüfen das vorab und nennen Ihnen die Kosten, bevor Sie entscheiden.
Was ist ein Forward-Darlehen und was kostet es?
Ein Darlehen, das Sie heute abschließen und erst in bis zu fünf Jahren abrufen. Dafür verlangt die Bank einen Aufschlag, üblich sind etwa 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte je Monat Vorlaufzeit. Bei zwei Jahren Vorlauf sind das grob 0,25 bis 0,7 Prozentpunkte. Sinnvoll ist es, wenn Sie steigende Zinsen erwarten oder einfach Planungssicherheit wollen. Wer abschließt, ist gebunden, auch wenn die Zinsen fallen.
Lohnt sich der Aufwand auch bei geringer Restschuld?
Ab etwa 50.000 Euro Restschuld lohnt der Vergleich fast immer, darunter wird es rechnerisch enger, weil die Wechselkosten stärker ins Gewicht fallen. Viele Banken haben ohnehin Mindestdarlehenssummen zwischen 50.000 und 75.000 Euro. Bei kleinen Restschulden ist häufig die Verhandlung mit der eigenen Bank der bessere Weg, und dafür brauchen Sie ein Vergleichsangebot als Argument. Genau das liefern wir.
Wenn es schwierig wird
Meine Anschlussfinanzierung wurde abgelehnt, was nun?
Eine Absage der eigenen Bank sagt nichts über Ihre Finanzierbarkeit, sie sagt etwas über deren Risikopolitik. Häufige Gründe sind ein gesunkenes Einkommen, das Alter, ein verändertes Objekt oder schlicht eine strengere Vorgabe aus der Zentrale. Andere Institute bewerten dieselbe Lage oft anders. Wir prüfen Ihre Situation und suchen im Vergleich von 550 Banken gezielt die, die zu Ihrem Fall passen.
Was tun, wenn ich die Rate nicht mehr tragen kann?
Sprechen Sie früh, nicht wenn die erste Rate platzt. Möglich sind eine niedrigere Tilgung, eine längere Laufzeit, eine Stundung oder eine Umschuldung mit gestreckter Rückzahlung. Eine Anschlussfinanzierung ist dafür der natürliche Zeitpunkt, weil ohnehin neu verhandelt wird. Wichtig ist, dass die neue Rate dauerhaft trägt und nicht nur das nächste Jahr überbrückt.
Geht eine Anschlussfinanzierung ohne Job oder mit Rente?
Mit Rente ja, wenn die Rente die Rate trägt und die Restlaufzeit dazu passt. Ohne Einkommen wird es sehr schwierig, weil jede Bank die dauerhafte Tragfähigkeit prüfen muss. Hilfreich sind dann eine niedrige Restschuld, ein hoher Immobilienwert oder ein zweiter Darlehensnehmer. Angebote ohne Schufa und ohne Einkommensnachweis sind unseriös und sollten Sie meiden.
Kann ich die Anschlussfinanzierung höher abschließen als die Restschuld?
Ja, das ist der übliche Weg, wenn Sie gleichzeitig sanieren oder modernisieren wollen. Die Bank prüft dann den Objektwert nach der Maßnahme und die Tragfähigkeit der höheren Rate. Genau hier lohnt der Blick auf die Förderung, denn KfW 261 gibt bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit mit bis zu 25 Prozent Tilgungszuschuss und KfW 458 bezuschusst den Heizungstausch mit höchstens 22.400 Euro. Wer die Anschlussfinanzierung mit der Sanierung verbindet, senkt Rate und Energiekosten gleichzeitig.
Ablauf, Unterlagen und Konditionen
Welche Unterlagen brauche ich für die Anschlussfinanzierung?
Deutlich weniger als beim ersten Mal. Nötig sind die aktuelle Darlehensstandsbestätigung Ihrer Bank, der Grundbuchauszug, aktuelle Einkommensnachweise und die Objektunterlagen wie Grundriss, Wohnflächenberechnung und Fotos. Eine neue Wertermittlung führt die neue Bank meist vereinfacht durch, weil die Immobilie schon bewohnt ist. Wir sagen Ihnen genau, was gebraucht wird, und fordern Fehlendes bei Ihrer bisherigen Bank an.
Wie hoch sind die Zinsen für eine Anschlussfinanzierung?
Tagesaktuelle Konditionen bekommen Sie von uns in wenigen Minuten. Anschlussfinanzierungen sind häufig etwas günstiger als Erstfinanzierungen, weil der Beleihungsauslauf durch die bisherige Tilgung gesunken ist. Genau das ist Ihr Verhandlungsargument. Wer zehn Jahre getilgt hat, ist für die Bank ein deutlich besseres Risiko als beim Kauf und sollte dafür auch einen besseren Zins bekommen.
Was passiert mit einem laufenden KfW-Darlehen?
Ein KfW-Darlehen läuft mit seinen eigenen Konditionen weiter und wird nicht Teil der Umschuldung. Wenn dessen Zinsbindung ebenfalls endet, unterbreitet die KfW über Ihre durchleitende Bank ein neues Angebot. Das ist der Moment, in dem der Gesamtmischzins neu gerechnet werden sollte, weil sich beide Bausteine gegenseitig beeinflussen. Wir schauen grundsätzlich auf alle Darlehen zusammen, nicht nur auf das größte.
Wie läuft die Anschlussfinanzierung bei Ihnen ab?
Sie schicken uns die Darlehensstandsbestätigung und die Eckdaten Ihrer Immobilie. Wir vergleichen über 550 Banken, rechnen die Wechselkosten gegen und zeigen Ihnen die Ersparnis über die gesamte Restlaufzeit, nicht nur die Monatsrate. Wenn sich der Wechsel nicht lohnt, sagen wir das ebenso deutlich und Sie verhandeln mit unserem Vergleich in der Hand bei Ihrer Bank. Beides kostet Sie nichts.
Ihre Frage steht nicht dabei?
Dann schicken Sie uns Ihre Darlehensstandsbestätigung. Wir rechnen die Ersparnis über die gesamte Restlaufzeit, ziehen die Wechselkosten ab und sagen Ihnen ehrlich, wenn sich ein Wechsel nicht lohnt. In dem Fall verhandeln Sie mit unserem Vergleich in der Hand bei Ihrer eigenen Bank. Wenn Sie zusätzlich sanieren wollen, lohnt der Blick in unsere FAQ zum Hauskredit und zur Immobilienfinanzierung.
Was unsere Kunden über uns sagen
Seit 2002 begleiten wir Eigentümer bei Erst- und Anschlussfinanzierungen, inzwischen über 4.000 Mandanten. Bewertet werden wir bei ProvenExpert seit dem 3. September 2016, aktuell mit 1.347 Bewertungen und der Gesamtnote 4,96 von 5.
Fachlich verantwortlich
Sandro Wallisch, Geschäftsführer und Inhaber der Expert-Baufinanzierung, seit 2002 in der Finanzbranche und täglich in der Beratung von Mandanten.
- Ganzheitliche Ausbildung zum Finanz- und Vermögensberater bei der Deutschen Vermögensberatung AG, 2002 bis 2005
- Versicherungsfachmann IHK 2009
- Immobiliardarlehensvermittler IHK 2016, Sachkundeprüfung nach Paragraf 34i der Gewerbeordnung
- Über 2.000 begleitete Mandanten und ein Finanzierungsvolumen von mindestens 800 Millionen Euro Immobilienkredite sowie 130 Millionen Euro Privatkredite
Weil das Unternehmen inhabergeführt ist, berät hier der Eigentümer selbst und nicht eine wechselnde Vertriebsmannschaft. Fördermittel von KfW, BAFA und den Landesförderbanken gehören zum Tagesgeschäft, nicht zum Sonderfall.
